Baby Stillen oder Fläschchen

Unumstritten ist es, dass die Muttermilch die perfekte Nahrung für Säuglinge ist. Die Muttermilch ist so zusammengesetzt, dass sie vor Allergien und Krankheiten schützt. Mit ihr ist eine ungesunde Gewichtszunahme fast ausgeschlossen zudem ist sie leicht verdaulich. Medizinische oder private Gründe können dazu führen, dass ein Stillen nicht möglich ist. In diesem Fall bleibt nur die Alternative des Fläschchens.

Das Stillen

Zur Freude viele Frauen wächst während der Schwangerschaft die Brust zusehends. Der Grund sind die Hormone, die für die Bildung der Muttermilch verantwortlich sind. Die Natur hat es so eingerichtet, dass umgehend nach der Geburt mit dem Stillen begonnen werden kann. Zuerst wird allerdings nur eine geringe Menge Milch, die sogenannte Vormilch, vorhanden sein. Viele junge Eltern sind erst einmal erschrocken, dass ihr Nachwuchs in den ersten Tagen etwas abnimmt. Dies ist aber völlig normal. Das eigentliche Stillen mit der richtigen Muttermilch beginnt nach wenigen Tagen.

Wenn es möglich ist, sollte eine Mutter ihr Baby 4 Monate voll Stillen. In der Regel raten Experten, dass nach 6 Monaten spätestens mit dem Abstillen begonnen werden sollte.

Zahlen und Fakten zum Stillen

Von Geburt an bis zum 6. Monat betragen die Stillmahlzeiten eines gesunden Babys zwischen 4 und 16 Mal täglich. Inwieweit die Brust beim Stillen gewechselt wird, bleibt der Mutter überlassen.

  • Die Länge der Stilldauer liegt zwischen ca. 10 bis zu mehr als 60 Minuten
  • Die Trinkmenge bei einem Stillvorgang beträgt ca. 50 bis 200 ml Muttermilch
  • Die Gesamttrinkmenge am Tag beläuft sich auf ca. 500 ml bis zu mehr als einem Liter

Fläschchen geben

Die Alternative zum Stillen ist das Fläschchen zu geben. Der gekaufte Muttermilchersatz wird in der Regel aus veränderter Kuhmilch gewonnen. Angeboten wird die Pre-Milch und 1er-Milch für das erste Lebensjahr.

Beide Typen können gleich nach der Geburt gefüttert werden. Handelt es sich um sehr aktive Babys, hat die Erfahrung gezeigt, dass die Pre-Milch nicht so lange vorhält. Bezüglich des Eiweißgehaltes und der Konsistenz kommt sie der Muttermilch am Nächsten. Die adaptierte Pre-Milch ist sehr dünnflüssig und enthält neben dem Milcheiweiß auch Milchzucker. Sie eignet sich auch zum Zufüttern oder für die Zeit des Abstillens.

Die nächste Stude der 1er-Nahrung enthält bereits Stärke und eine sättigendere Wirkung. In der teiladaptierten Milch befinden sich häufig auch Kohlenhydrate (Maltodextrine, manchmal Saccharose). Um die Häufigkeit der Zwischenmahlzeiten zu reduzieren, ziehen viele Eltern die 1er-Milch, wegen ihrer besseren Sättigung, der Pre-Milch vor.

Tipp: Wenn man stillt und trotzdem abends einmal ausgehen möchte, kann man mithilfe einer Milchpumpe auch Muttermilch abpumpen und einfrieren, so dass Oma oder Opa diese dann auch per Flasche füttern können.

Checkliste für die Zubereitung von Fläschchen

Anders als beim Stillen muss das Fläschchen erst vorbereitet werden. Dazu sollte man bei der Erstausstattung darauf achten, folgende Dinge einzukaufen:

  • 6 Milchfläschchen aus Glas oder Kunststoff
  • passende Sauger Größe 1
  • Teefläschchen mit Sauger
  • Flaschenbürste
  • Babykostwärmer (alternativ funktioniert auch ein Wasserbad)
  • Vaporisator (alternativ Flaschen und Sauger im Topf auskochen)
  • Thermobox
  • Thermometer für Fläschchen
  • Lätzchen
  • Babywaage

Fazit

Obwohl damit geworben wird, dass der Muttermilchersatz mit der Muttermilch gleichzusetzen ist, kann dies nicht bestätigt werden. Das Stillen ist das Füttern mit der Flasche vorzuziehen. Die Muttermilch versorgt das Neugeborene optimal, schützt es vor Infektionen, stärkt das Immunsystem und verhindert eine ungesunde Gewichtszunahme. Sollten Gründe gegen ein Stillen sprechen, ist eine Beratung durch den Kinderarzt oder der Hebamme, bezüglich des Muttermilchersatzes, sinnvoll. Bei der Zubereitung der Fläschchen sind die hygienischen Bedingungen unbedingt zu beachten. Anderenfalls kann es zu einer Magen-Darm-Infektion des Babys kommen, welche es in seiner Entwicklung zurückwerfen kann.